Der Garten

Umweltgarten in Neubiberg

Seit 2020 baue ich meine Tomaten im Umweltgarten in Neubiberg an. Der Umweltgarten ist ein wunderschönes Naherholungsgebiet und zugleich eine Bildungseinrichtung im Landkreis München. Eine der Besonderheiten sind die Gehege mit Hühnern, Enten, Kaninchen, Schafen, Ziegen und Ponys, die wie auf einem ursprünglichen Bauernhof gehalten werden. Eine Streuobstwiese, ein Bauerngarten, ein Biogarten mit Kräuterspirale und Heilkräuterbeeten, sowie ein Kinderspielplatz runden das Angebot ab.

Der Umweltgarten öffnete seine Pforten bereits 1988 und ist frei zugänglich. In Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen, Fachleuten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern sind hier verschiedene Biotope und eine Heimstatt für bedrohte Tierarten entstanden.

Der wohl wichtigste Verein in diesem Zusammenhang ist der Umweltgartenverein Neubiberg e.V., in dem ich selbst auch aktiv bin. Die vielfältigen Veranstaltungen und Termine finden Sie stets aktuell unter www.umweltgartenverein.de.

Die Gemeinde Neubiberg hat mir in dieser grünen Oase ein Plätzchen verpachtet, um meine Tomatenzucht dort beherbergen zu können. Erklärtes Ziel ist die Erhaltung alter und bedrohter Sorten und der Vielfalt. Damit passe ich thematisch hervorragend in dieses schöne Fleckchen Erde.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass der Umweltgarten zwar öffentlich und frei zugänglich ist, nicht aber meine Tomatenzucht. Diese befindet sich hinter einem Zaun und ich bitte alle, die den Umweltgarten besuchen, auf den Wegen zu bleiben und nicht über Zäune und Geländer zu klettern. Selbstverständlich können Sie mich gerne vor Ort ansprechen, wenn Sie mich sehen. Ich freue mich sehr über interessierte Besucher.

Meine Tomatenfläche und das Tomatendach

Meine Fläche im Umweltgarten ist etwa 90 Quadratmeter groß und darauf steht mein Tomatendach, das die Maße von 6 x 12 Metern, also 72 Quadratmeter hat. Es besteht aus einer Konstruktion aus Stahlrohren und gekanteten Betonstahlmatten, die von einer Folie bespannt sind und auf 20 Holzpfählen steht. In den Rinnen wird das Regenwasser abgeführt und in Wasserfässer geleitet, um damit die Tomaten gießen zu können. Die Bewässerung erfolgt über Tropfschläuche, die an diesen Fässern angeschlossen sind.

Naturnahe Anbaumethoden und Biodiversität

Auf meiner Fläche wird der Boden nicht umgegraben und viele Wildkräuter- und blumen dürfen dort wachsen, wo sie aufgegangen sind. So wachsen zwischen den etwa 150 Tomatenpflanzen auch immer Nacht- und Königskerzen, Schmuckkörbchen, Klatschmohn, Flockenblume, Löwenmäulchen, Schafgabe, Kornblumen, Damaszenerkümmel, Sonnenblumen und vieles mehr.

So entsteht auf meiner Fläche jedes Jahr ein wahres Paradies für Bienen und Hummeln. Die Struktur des Bodens mit vielen Versteckmöglichkeiten, Steinen und Trinkschalen lädt viele Nützlinge, wie Erdkröten, Igel, Laufkäfer, Tigerschnegel, Marienkäfer und Co. zum Verweilen ein – mit all den praktischen Konsequenzen.

Nachhaltige Düngung mit Bokashi

Gedüngt wird mit Bokashi. Das sind die fermentierten Küchenabfälle, die bei uns zu Hause so anfallen. Mit Hilfe von Effektiven Mikroorganismen entsteht so ein für die Pflanzen leicht verfügbarer Dünger, ähnlich wie Kompost. Bei der Fermentation entsteht ebenfalls ein Sickersaft, der stark verdünnt einen hervorragenden Flüssigdünger abgibt.

Die eigentlichen Küchenabfälle, also der Festkörper wird auf den Wegen zwischen den Reihen eingegraben. Die Tomatenpflanzen wurzeln dann in diesen Bereich und versorgen sich zusätzlich mit Nährstoffen.